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Portal für Gesundheitsreisen
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Der Medizintourist

Der Medizintourismus ist die am stärksten wachsende Sparte des Gesundheitstourismus. Medizintouristen reisen ins Ausland um sich medizinisch notwendigen oder frei gewählten Behandlungen zu unterziehen, die in ihrem Heimatland zu kostspielig oder nicht verfügbar sind. Im Gegensatz zu Wellnessreisen und anderen Gesundheitsreisen sucht der Medizintourist immer nach ärztlicher Hilfe fern seines Heimatortes.

Die Chance für Schwellenländer

2007 belief sich der weltweite Umsatz der Branche auf ca. 50 bis 60 Mrd. US-Dollar. Die beliebtesten Zielländer sind Indien und die südostasiatischen Tigerstaaten Thailand, Singapore und Malaysia. 2,9 Mill. Patienten aus dem Ausland suchten 2007 ärztliche Hilfe in den Kliniken der Region.

Als besonders mobil in Sachen medizinischer Behandlung erweisen sich – wenig überraschend – US-Amerikaner. 750.000 reisten 2007 nach Asien, Südamerika und auch Europa, um die Lücken des amerikanischen Gesundheitssystems nicht aus eigener Tasche zu füllen oder Kosten für eine kosmetische Behandlung zu sparen. Auch Europäer legen sich immer häufiger im Ausland unter das Messer. Neben Schönheitsoperationen in Asien, die oft komfortabel mit einem Erholungsurlaub verknüpft werden, sind vor allem die günstigen Leistungen osteuropäischer aber auch nordafrikanischer Klinken gefragt.

Die Risiken für die Gesellschaft

Medizintourismus ist ein Phänomen der Globalisierung und beruht wie so viele andere Leistungen des weltweiten Güter- und Dienstleistungsverkehrs vorwiegend auf dem drastischen Lohngefälle zwischen Nord-Süd bzw. West-Ost. Diese Veränderung im elementaren Bedürfnis der Menschen nach Gesundheitsversorgung verläuft nicht reibungslos. Mit 1,3 Mill. ausländischen Patienten in 2007 ist Thailand bis dato das Mekka des Medizintourismus. Das Geschäft boomt wie kein anderes im tropischen Urlaubsparadies. Doch nicht nur Medizintouristen fühlen sich in den thailändischen Kliniken wohl, auch immer mehr Ärzte der staatlichen Krankenhäuser wechseln zu den großen Privatspitälern, wo sie bei geringerem Patientenaufkommen ein Vielfaches ihres bisherigen Gehaltes verdienen können. Da der Exodus der Mediziner bereits Kliniken vieler Landesteile erfasst hat, spricht man in Thailand schon von einer Ärztekrise.

Das Portal für Gesundheitsreisen

Der Betreiber dieses Portals hat durch mehrjährige Arbeit in einem asiatischen Krankenhaus Erfahrung mit den unterschiedlichen Aspekten des Medizintourismus und kennt die Bedürfnisse internationaler Patienten. Das Ziel dieses Portals ist nicht nur umfassende Information über Gesundheitsreisen zu bieten, sondern auch, das Phänomen interdisziplinär zu betrachten und somit Chancen und Risiken für Patienten und Anbieter aufzuzeigen. Bei ausreichender Akzeptanz des Portals wird ein Diskussionsforum den direkten Erfahrungsaustausch zwischen den Patienten und Interessenten ermöglichen.

Ich wünsche allen Nutzern interessante Stunden auf medizintourismus.com und freue mich über Vorschläge und Kritiken, die dazu dienen, dieses Portal weiterzuentwickeln.

 
Lad Phrao General Hospital PDF Drucken E-Mail
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Das Ladprao General Hospital wurde 1993 eröffnet und zählt mit seinen 200 Betten zu den medium-sized Hospitals in Thailand. Das Privatspital liegt an der geschäftigen und namensgebenden Lad Phrao Road im Osten Bangkoks und beschäftig über 500 Mitarbeiter.

Die 11 Kliniken des Hospitals werden vor allem von thailändischen Patienten frequentiert. Generell setzt das Ladprao General fast völlig auf den lokalen Markt und es finden sich keine Aktivitäten, die auf eine künftige Ausrichtung auf den Medizintourismus schliessen lassen würden. Auch eine Abteilung, die sich um die speziellen Belange von internationalen Patienten kümmert fehlt. Das Krankenhaus unterhält allerdings Verträge mit renommierten Krankenversicherungen für Ausländer in Thailand und dürfte deshalb für Expats und Residenten interessant sein. Die während eines Lokalaugenscheins angetroffenen Patienten westlicher Herkunft bestätigen diese Vermutung.

Architektonisch hat sich das Ladprao General in die Gegebenheiten einfügen müssen und unterhält ein vom Klinikbebäude baulich getrenntes Bettenhaus.

Das Ladprao General Hospital ist zertifiziert nach HA (Hospital Accreditation Thailand).

 
Zweifelhafte Stammzellentherapie PDF Drucken E-Mail
Der Gesundheitsexperte Dr. Tanom Bunaprasert warnte jüngst vor Behandlungen mit tierischen Stammzellen. Millionäre, die ihre Falten oder Krankheiten mit tierischen Stammzellen behandeln lassen würden, könnten an einem plötzlichen Versagen des Herz-Kreislaufsystems sterben, so der Professor der Chulalongkorn University Medical School. Einige Patienten könnten einen allergischen Schock nach der Verabreichung tierischer Stammzellen erleiden, besonders jene mit hypersensitiven Reaktionen, so der Professor weiter.

In den Medien wird die tierische Stammzellentherapie derzeit intensiv beworben. Im Glauben, dass eine Behandlung mit tierischen Stammzellen alle Gesichtsfalten glätten würde, werden von den Patienten zwischen 100.000 und einer Million Baht (ca. € 2.000 - € 20.000) pro Sitzung bezahlt. Das Gefühl einer jüngeren und frischeren Haut ist nach Dr. Tanom allerdings ein reiner Placebo-Effekt und nicht auf die Injektion der Stammzellen ins Gesicht zurückzuführen. Es gibt keinen wissenschaftlich bestätigten Mechanismus für die Verwendung von tierischen Stammzellen bei der Behandlung von Menschen. Tierische Stammzellentherapie ist in allen westlichen Ländern untersagt und illegal.